Bio

Özgün Yarar

Filmemacher | Fotograf | Musiker

Özgün Yarar wurde 1980 in Istanbul geboren und entdeckte während seines Studiums des Schiffbaus und der Schiffstechnik an der Yıldız Technischen Universität seine Leidenschaft für Musik und visuelle Künste. Neben seiner Karriere als professioneller Musiker absolvierte er verschiedene Ausbildungen im Bereich Kurzfilm und Dokumentarfilm. Seit 2007 lebt und arbeitet er in Wien.

In Österreich arbeitete Yarar als Musiker, Fotograf und Video-Künstler mit zahlreichen Künstler*innen und Institutionen zusammen. Besonders im Rahmen seiner eigenen Filmworkshops entwickelte er gemeinsam mit jungen Menschen Kurzfilme und Dokumentationen. Seit 2008 war er als Kameramann, Cutter und Regisseur für diverse Fernsehprojekte tätig. Seine künstlerische Produktion umfasst auch Musik-, Theater- und experimentelle Videoprojekte, wobei er seine Bildsprache in jeder Arbeit neu definiert.

2016 gründete er Diaspora Film, mit dem Schwerpunkt auf unabhängige Film- und Dokumentarfilmprojekte. Seine Arbeiten beschäftigen sich insbesondere mit Themen wie kollektives Gedächtnis, Migration, Identität und Zugehörigkeit. Seine Filme wurden auf verschiedenen Festivals gezeigt und im Fernsehen ausgestrahlt. Aktuell arbeitet er weiterhin als Produzent und Regisseur und realisiert Video- und Fotoprojekte für Theaterinstitutionen wie DSCHUNGEL WIEN. Im Kunstverein Medea Produktion entwickelt er Kultur- und Kunstprojekte und ist Projektleiter des interdisziplinären Kunstkollektivs Dschurdschuna. Als Multiinstrumentalist widmet er sich der Produktion von ethnischer, experimenteller und improvisierter Musik.

Yarars künstlerische Praxis verbindet tief verwurzeltes kulturelles Erbe mit Diaspora-Erfahrung und erschafft Erzählungen, die auf vielschichtiger Erinnerung, poetischem Realismus und politischer Intuition basieren. In seinen Arbeiten setzt er sich mit Themen wie Gedächtnis, Raum und Migration auseinander und schafft interdisziplinäre Erlebnisse im visuellen und auditiven Bereich.